Nachhaltigkeitsbericht 2013

Nachhaltigkeit messen

Unsere Berichts- und Steuerungssysteme

1992 berichtete Henkel erstmals über seine Leistungen und Fortschritte im Bereich des Umweltschutzes an unseren Produktionsstandorten, über Produktverbesserungen und Erkenntnisse aus ersten Lebenszyklusanalysen. Daraus entwickelte Henkel eine jährliche Berichterstattung, die die relevanten Nachhaltigkeitsthemen und die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens zum Gegenstand hat.

So haben wir für das Jahr 2013 Daten von 163 Standorten erfasst; dies entspricht 99 Prozent unserer weltweiten Produktionsmenge. Mit repräsentativen Lebenszyklusanalysen decken wir rund 70 Prozent unseres Umsatzes über alle Produktkategorien ab. In unserem Innovationsprozess bewerten wir systematisch die Beiträge unserer Produkte zur Nachhaltigkeit. Auf Grundlage dieser Erfahrungen entwickeln wir derzeit unsere Bewertungs- und Messsysteme weiter, um unsere Fortschritte hin zum 20-Jahres-Ziel für 2030 integriert über das gesamte Unternehmen und unsere Wertschöpfungsketten hinweg bewerten zu können.

Analyse unseres Einflusses entlang der Wertschöpfungskette

Grafik Wertschöpfungskette

Fortschritt bewerten und steuern

Um die Dimensionen „Wert“ und „Fußabdruck“ zu optimieren, entwickelt Henkel verschiedene Messmethoden. Mit diesen lassen sich die Maßnahmen identifizieren, die entlang der Wertschöpfungskette den größten Einfluss haben.

Die verschiedenen Instrumente werden im „Henkel-Sustainability#Master®“ zusammengefasst (siehe Grafik unten). Herzstück dieses Bewertungssystems ist eine Matrix, mit der sowohl Änderungen in der Dimension „Wert“ als auch beim „Fußabdruck“ bewertet werden können.

Die Ergebnisse nutzen wir, um Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und Innovationen mit einer verbesserten Nachhaltigkeitsbilanz zu entwickeln. Denn nur die Betrachtung des Gesamtsystems stellt sicher, dass die getroffenen Maßnahmen zu einem insgesamt verbesserten Nachhaltigkeitsprofil unserer Produkte führen.

Darüber hinaus setzen wir den „Henkel-Sustainability#Master®“ auch im Dialog mit Handelspartnern, Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und anderen Stakeholdern vielseitig ein.

Henkel-Sustainability#Master® – Nachhaltigkeitsbewertung von Produkten und Prozessen

Im „Henkel-Sustainability#Master®“ laufen verschiedene Instrumente zum Messen von Nachhaltigkeit zusammen. Das Herzstück dieses Bewertungssystems ist eine Matrix, die auf den einzelnen Schritten unserer Wertschöpfungsketten sowie unseren sechs Fokusfeldern basiert. Ziel ist es, den Wert des Produkts zu steigern und möglichst gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Für jede Produktkategorie können auf Basis von wissenschaftlichen Messmethoden – zum Beispiel Lebenszyklusanalysen und Erfahrungswerten – sogenannte Hotspots identifiziert werden (weiße Felder). Das sind die Felder mit der größten Nachhaltigkeitsrelevanz – das gilt sowohl für die Dimension „Wert“ als auch für den „Fußabdruck“. Mithilfe der definierten Hotspots kann auch das Nachhaltigkeitsprofil zweier Produkte oder Prozesse verglichen werden. Durch den Vergleich lassen sich Veränderungen quantifizieren. So kann für jede Produktkategorie ein eigenes Nachhaltigkeitsprofil erstellt werden. Die Forscher von Henkel nutzen diese Erkenntnisse für Innovationen und kontinuierliche Produktverbesserungen.