Nachhaltigkeitsbericht 2013

Seniority/ Generations

Gesellschaftliche Veränderungen wie die alternde Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten und der damit einhergehende Nachwuchskräftemangel stellen hohe Anforderungen an Unternehmen. Um diesen demografischen Entwicklungen zu begegnen, hat Henkel in Zusammenarbeit mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen einen „Demografieradar“ entwickelt, mit dem wir die Altersstruktur unserer Belegschaft auf globaler Ebene unter bestimmten Rahmenbedingungen simulieren können. Auf Basis dieser Informationen können wir frühzeitig personalpolitische Maßnahmen ergreifen, um den Herausforderungen demografischer Entwicklungen besser zu begegnen.

Die Übertragung von Erfahrungswissen zwischen erfahreneren und weniger erfahrenen Mitarbeitern ist ein zentraler Aspekt der Diversity Dimension „Seniorität/Generationen“. Eine optimale Möglichkeit zum Perspektivenwechsel und Wissenstransfer stellt das Mentoring dar, das in unterschiedlichen Unternehmensbereichen und Ländern etabliert wurde.

Darüber hinaus bieten wir für unsere Mitarbeiter umfangreiche Modelle zur Erhaltung der Gesundheit an. Dazu zählen Vorsorgeuntersuchungen, Beratungsangebote zur gesunden Lebensführung und zum Übergang von der aktiven beruflichen Laufbahn in den Ruhestand.

Wir fördern über alle Generationen hinweg den Grundsatz des lebenslangen Lernens durch entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen.

Highlights 2013: Seniority/Generations bei Henkel

Land/Region Instrument
Weltweit Mittlerweile arbeiten fünf Arbeitsgenerationen Hand in Hand bei Henkel. Vom Neueinsteiger bis hin zum Senioren-Angestellten sind alle unsere Mitarbeiter wichtig, um Marktbedürfnisse zu reflektieren, aber auch um explizites und implizites Erfahrungswissen zu vermitteln. Der Friktion, die mit den verschiedenen Wertesystemen der Generationen einhergeht, wird insbesondere mit einem globalen Mentoring-Programm begegnet. Der bilaterale Austausch von erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeitern dient dem gegenseitigen Verständnis und Wissensvermittlung.
Deutschland In Deutschland werden in den verschiedenen Unternehmensbereichen Mentoring-Programme für Nachwuchsführungskräfte, insbesondere auch für Frauen, angeboten. Für ältere Mitarbeiter werden darüber hinaus besondere Trainings- und Gesunderhaltungsangebote im Rahmen des Health Managements gemacht. Das Trainingsangebot „Zwischenbilanz“ richtet sich speziell an ältere Mitarbeiter in Deutschland. Zusätzlich bieten wir für unsere Mitarbeiter umfangreiche Modelle zur Gesunderhaltung an. Dies ist ein wichtiger Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Dazu gehören vorbeugend die Vermeidung arbeitsplatzbedingter Risiken, die zu Langzeiterkrankungen und Berufsunfähigkeit führen können, aber auch Gesundheitsaktionen, individuelle Beratung, Vorsorgeuntersuchungen, Beratungsangebote zur gesunden Lebensführung wie Fitnesskurse, Ernährungsberatung, Entspannungsschule und auch für Senioren-Mitarbeiter Hilfestellungen zum Übergang von der aktiven beruflichen Laufbahn in den Ruhestand. Im Programm „ELDER CARE“ bieten die Sozialen Dienste von Henkel Beratungsleistungen und unterstützen bei organisatorischen Fragen zum Thema pflegebedürftiger Angehöriger.

Das Mitarbeiternetzwerk „Henkel Network Circle“ richtet sich speziell an Neueinsteiger und Mitarbeiter, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken möchten. In regelmäßigen Veranstaltungen stellen sich einzelne Abteilungen und Bereiche vor und ermöglichen so einen Einblick in den Aufgabenbereich und die Handlungsfelder anderer. Mit rund 750 Netzwerkmitgliedern ist der Henkel Network Circle das größte Mitarbeiternetzwerk am Standort Düsseldorf.
Nordamerika Das Mentoring-Programm in Nordamerika bietet eine gute Möglichkeit zum Wissensaustausch zwischen den Generationen.
Lateinamerika Im Rahmen des Mentoring-Programms in Mexiko teilen leitende Führungskräfte ihre Lernprozesse und Erfahrungen, die sie in ihrer eigenen Karriere durchlaufen beziehungsweise erlebt haben, als Mentoren mit.
Asien/Pazifik In der Asien/Pazifik-Region gibt es Mentoring-Veranstaltungen zwischen leitenden Führungskräften und jungen Talenten. Außerdem werden Runde Tische und Lunch-Meetings als Diskussionsplattform zwischen Senioren und Neueinsteigern angeboten (zum Beispiel ein Trainee-Mittagessen mit dem CEO oder Netzwerkveranstaltungen mit leitenden Führungskräften).
Westeuropa Das seit Jahren erfolgreiche Mentoring-Programm in den Benelux-Ländern wurde in modifizierter Form fortgeführt und erweitert. Darüber hinaus wurden generationenübergreifende Workshops abgehalten.

In Großbritannien wurde ein Mentoring-Programm mit 21 bereits ausgebildeten Mentoren durchgeführt.

In Griechenland wird bei Einstellungsverfahren besonders viel Wert auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielfältigen Teams und bestehenden Mitarbeitern verschiedener Generationen und Erfahrungshintergründe gelegt.
Zentral- und Osteuropa Bei Henkel CEE arbeiten mehrere Generationen eng unter einem Dach zusammen.

In Wien wurde 2013 wurde das Reverse Mentoring-Programm innerhalb der Personalabteilung eingeführt. Die jüngere Generation übernahm dabei nicht nur die Rolle von Medien-Mentoren für ihre älteren Kollegen, sondern auch die Verantwortung für den gesamten Prozess.

Das Team von Henkel Baltics veranstaltete einen „Work Shadow Day“, bei dem alle Mitarbeiter, die von einem erfahrenen Kollegen einer anderen Abteilung dazulernen wollten, diesen an einem Arbeitstag begleiten konnten.

Henkel Bulgaria und die Mitarbeiter an den Fabrikstandorten von Laundry & Home Care in Österreich, Serbien, Polen und Ungarn nahmen an „Family Days“ teil, bei denen drei Generationen zusammen feierten.